Auf den ersten Blick sieht die Frage vielleicht seltsam aus … Ist sie aber gar nicht. Denn viel zu viele Selfpublisher beginnen erst, nach der richtigen Lektorin, dem passenden Lektor zu suchen, wenn das Buch schon zu Ende geschrieben ist.

Aus meiner Sicht eine Idee, die nicht immer rundum gut ist. Denn:

  1. Wie soll und kann dann die Leistung des Lektorats anders beurteilt werden als allein über den Preis?
  2. Wer so handelt, beschneidet die Lektor:innen in Teilen um das, was sie über die Arbeit am Text sonst noch alles anzubieten haben. Zumindest gilt das für mich – ich will hier nicht für alle Lektorinnen und Lektoren sprechen.

Zu Punkt eins ist zu sagen: Ja, der Preis ist wichtig. Sollte aber nie an allererster Stelle stehen. Denn es gibt so viele Kriteroien, nach denen Lektor:innen ausgewählt werden. Fachkenntnisse gehören ebenso dazu wie manchmal die Lebensumstände und immer der gegenseitige Respekt, der auch viel mit Sympathie zu tun hat. Ich habe das mal aus umgekehrter Perspektive darzustellen versucht, als ich mich mit der Möglichkeit des Preisvergleichs von Lektoraten beschäftigt habe. Fazit: Preisvergleiche sind schwierig. Aus den genannten Gründen.

Ja! So früh wie möglich!

Zu Punkt zwei kann ich nur aus meiner eigenen Perspektive antworten: Meine Kenntnisse sind ziemlich umfassend. Meine Angebote dementsprechend auch. Und bei vielen Schritten macht es Sinn, so früh wie möglich zu beginnen. Sei es, weil der Schreibprozess begleitet werden soll – das entlastet Autorinnen und Autoren. Immer. Ich nenne es Schreibcoaching. Und habe mich auch als Systemische Coach ausbilden lassen  beides mit veritablem Zertifikat …. Darum beherrsche ich die „Instrumente“, um auch den Schreibprozess als Coach begleiten zu können.

Oder: Nehmen wir das Buchmarketing. Auch hier macht es Sinn, so früh wie möglich zu beginnen. Und nicht erst, wenn das Buch fertig ist. Dafür habe ich ein eigenes Angebot – das ausnahmsweise auch einen Festpreis hat. Bei den anderen Angeboten ist das nicht möglich, dazu sind die Bedürfnisse und Anforderungen viel zu individuell …

Ein „Muss“ ist beides  selbstverständlich nicht. Ich biete es nur an, wenn es gewünscht wird. Wenn es Sinn macht. Das klären wir im allerersten, kostenlosen Beratungsgespräch. Und dann entscheiden Sie sich. Völlig frei, dafür oder dagegen.

Noch ein paar Argumente

Erfolgreiche Buchserien bestehen sehr oft aus einem langjährig kooperierenden Team von Lektor:in und Autor:in. Je länger man zusammenarbeitet, desto leichter wird alles. Man kennt sich … Und beide ahnen manchmal schon im voraus, mit welchen Schwachstellen gleich zu rechnen sein wird. Gilt natürlich vor allem Lektor:innen.

Es muss aber nicht gleich eine ganze Buchserie sein … Das Prinzip lässt auch auf einzelne Buchprojekte herunterbrechen: erst Beratung, vielleicht Coaching, dann Lektorat. Als Lektorin kenne ich Buch und Autorin dann schon so gut, dass ich manches fast mit verbundenen Augen erledigen könnte … Mache ich natürlich nicht.

Geht es hier allein um Geld?

Ich weiß: Was ich eben geschrieben habe, klingt so, als wollte ich möglichst viel Geld verdienen… Denn vieles läuft bei mir über Stundensätze. Ich versichere aber: Es ist ganz einfach sinnvoll. Das ist der einzige Grund. Denn ich habe tatsächlich Stammkund:innen, die zu schreibenden „Wiederholungstätern“ geworden sind. Das wäre bestimmt nicht geschehen, wenn es mir allein darum ginge, möglichst viel an jedem einzelnen Buch zu verdienen.

Der „Profit“ einer guten Zusammenarbeit ist viel eher: Beide Beteiligten können angemessen gut und tief in die Entstehungsgeschichte des Buchs eintauchen. Das finde ich wichtig.

Genau darum plädiere ich immer auch dafür, sich vorher ausreichend lang „zu beschnuppern“ – die Chemie muss stimmen, sonst ist der Nutzen oft nicht so groß, wie er sein könnte. Präziser gesagt: Es kann frustrierend werden. Für beide Seiten.

Fazit: Wann suche ich mir einen Lektor, eine Lektorin?

Bitte unbedingt für die Suche nach der richtigen Lektorin, dem passenden Lektor ausreichend Zeit einplanen. Richtig? Was könnte das sein? Auch dazu habe ich einen eigenen Beitrag geschrieben: elf gute Tipps erwarten Sie hier.

Zeit wird aber auch das Schreiben selbst kosten. Das ist den meisten (angehenden) Autor:innen vorher schon klar. Nur: Was, wenn Sie festhängen, sich in Struktur, Text, Idee Ihres Buches „verrannt“ haben? Wäre es da nicht schön, Sie hätten einen Menschen an Ihrer Seite, der Ihnen helfen kann? Und das Wissen um das, was da geschieht, später auch gleich in die Lektoratsarbeit einfließen lassen könnte? Denn oft sagen solche „Stolperstellen“ ja einiges über das ganze Buch aus … Lektor:innen wissen diese Tatsache auch später noch effektiv zu nutzen.

Ähnliches wird auch geschehen, wenn Sie sich frühzeitig gemeinsam mit mir Gedanken über Ihr Buchmarketing machen. Darum biete ich es ganz bewusst als gesonderte Leistung an. Wenn alles gut geht, haben Sie mit diesem Schritt Ihre künftige Lektorin schon gefunden. Wenn nicht, können Sie sich danach immer noch eine andere Person suchen.

Ich denke: Es sind wirklich solche Faktoren, die auf der Suche nach einem Lektorat zählen, mit dem am Ende beide Seiten glücklich werden. Fragen wie Seitenpreise oder, ob es nicht irgendwo ein besonders billiges Korrektorat gibt, snd kaum zielführend. Lieber ein bisschen mehr Zeit in die Suche nach dem „richtigen“ Menschen investieren!


In eigener Sache

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In „Mein Kompass ist der Eigensinn“ geht es darum, wie wir Eigensinn erkennen, ihn für uns entwickeln können. Aber auch darum, wo er seine Grundlagen hat, welche Vorbilder ich gefunden habe – und wie er uns helfen kann. Als Kompass zum Beispiel. Oder beim Schreiben von (eigenen) Büchern.

In „Wer schreibt, darf eigensinnig sein“ steht eigentlich schon alles Wichtige im Titel: Es geht um die praktische Realisierung des Schreibens mit Eigensinn, um Kreativität, aber auch um Selfpublishing. Da gibt es jede Menge Praxistipps, Übungen und Beispiele. Aber auch die Spiellust – meiner Ansicht nach ein wichtiges Schreib-Instrument – kommt nicht zu kurz. Zum Beispiel mit dem Selbsttest „Welcher Schreibtyp bin ich eigentlich?“ Der zieht sich – augenzwinkernd bis ernst – durch das ganze Buch.

Beide Bücher auf einen Blick – und auch zum Bestellen – im Shop der Autorenwelt hier. Aber natürlich auch überall sonst, wo es Bücher gibt.


 

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