Buchmarketing … klingt simpel. Doch in den Ohren mancher Autor:innen auch ein wenig furchteinflößend. Beides trifft es nicht ganz, aber in beidem liegt doch ein Körnchen Wahrheit. Und nur, wer sich intensiv mit den Herausforderungen von Autorinnen und Autoren, dem Buchmarkt und dessen Notwendigkeiten beschäftigt hat, versteht es, diese „Körnchen“ richtig und vor allem so zuzuordnen, dass wir alle die Chance auf genau das Buchmarketing haben, das zu unserem Buch wie zu uns gleichermaßen passt. Genau da beginnt für mich individuelles Buchmarketing.

An anderer Stelle habe ich dies das „menschliche Buchmarketing“ genannt, und möchte gern noch betonen, dass alles, wovon hier die Rede sein wird, am besten funktionieren wird, wenn wir das „Geldverdienen“ nicht in den Mittelpunkt stellen. Natürlich soll und muss es darum gehen, Bücher zu verkaufen – überhaupt keine Frage! Aber sind Kooperationen, Gemeinschaften und Mitstreiter:innen nicht auch was Tolles? Müssen Autoren wirklich immer einsam sein? Nein, ich glaube: Diese Zeiten sind vorbei … Oder: Was ist mit dem „Echo“ meiner (Buch-)Stimme? Was löst sie aus, was kann sie bewirken? Nur ein paar Fragen am Rande … Mehr solcher Überlegungen – inklusive konkreter Anregungen – zum „menschlichen Buchmarketing“ hier.

Wie komme ich zu diesen Einsichten? Ganz einfach: Als Buchhebamme habe ich mittlerweile sehr viel Erfahrung mit allen Aspekten von Buchmarketing. Die ist mit all den Büchern entstanden, die mit meiner Unterstützung bereits erschienen sind. Und: Buchmarketing ist – leider – ein Thema, das nicht nur Selfpublisher betrifft. Auch sogenannte Verlagsautorinnen müssen Buchmarketing betreiben, mittlerweile ist das Standard geworden – für alle. Ein Grund mehr, sich diesem oft ungeliebten Thema von mehreren Seiten aus zuzuwenden – denn auch das ist mir klar geworden:

Es geht um weit mehr als „nur“ um Marketing.

Zwei Fantasietiere vor orangem Hintergrund mit Sprechblasen: "Buchmarketing: bitte individuell!" "Und gern als 1:1-Beratung"

Individuelles Buchmarketing und psychologische Hürden

Viele Buchmarketing-Ratgeber konzentrieren sich auf Taktiken und Werkzeuge, übersehen aber die psychologischen Hürden, die Autor:innen auf dem Weg dorthin fast immer überwinden müssen. Tatsache ist: Selbst brillante Autor:innen können beispielsweise an Marketingblockaden scheitern. Das Impostor-Syndrom („Wer bin ich denn, dass ich mein Buch überhaupt anpreisen darf?!“), Angst vor Ablehnung und die Schwierigkeit, die eigenen Werte – die für das Buch und dessen Präsentation notwendig sind – zu kommunizieren. All das kann zu einem realen Hindernis werden, oft mächtiger als fehlendes Marketing-Know-how.

Umgekehrt kann das Verständnis dieser psychologischen Muster befreiend wirken. Eine Autorin beschrieb mir einmal ihr Erstaunen: „Ich begriff plötzlich, dass meine Zurückhaltung beim Marketing meinen Leser:innen nichts Gutes tat. Ich verweigerte ihnen die Chance, ein Buch zu entdecken, das ihnen etwas bedeuten könnte.“ Applaus! Eine solche Perspektive transformiert Marketing von scheinbarer Selbstdarstellung zum Dienst am Leser und kann innere Blockaden lösen helfen.

Regionales Buchmarketing als Erfolgsgeschichte

Im Zeitalter globaler Online-Plattformen wird die Kraft des Regionalen gern vergessen. Dabei zeigen zahlreiche Erfolgsgeschichten, dass lokale Verwurzelung ein mächtiger Hebel sein kann. Der Schlüssel liegt darin, in die Tiefe statt in die Breite zu schauen: Lieber in einem überschaubaren Gebiet wirklich präsent sein, als überall nur oberflächlich wahrgenommen werden. Diese regionale Verankerung schafft persönliche Verbindungen, die kein Algorithmus ersetzen kann.

Für Autor:innen bedeutet dies, zunächst „ihre“ Region zu definieren – das geht geografisch wie auch thematisch – und dort authentische Präsenz zu entwickeln, bevor sie weitere Kreise ziehen. Klassisches Beispiel für so ein Vorgehen ist im Bereich von Buchmarketing der möglichst enge Kontakt mit der Bauchhandlung „um die Ecke“ – und das kann die unterschiedlichsten Aktionen nach sich ziehen. Ich kenne aber auch Autor:innen, die das eigene Buch mit einer Stadtführung kombiniert – mit Erfolg, wenn das Thema es hergibt.

Thematische „Regionen“ sind noch mal was ganz anderes … Sie werden meist eher bei Sachbüchern als in der Belletristik für das eigene Buchmarketing relevant. Doch auch ihre Wirkungsmöglichkeiten sind vielfältig.

Buchmarketing als kollaborativer Akt

Die traditionelle Vorstellung von Buchmarketing ist oft ganz individualistisch: Ich werbe allein für mein Buch. Doch die wirkungsvollsten Marketingansätze sind häufig kollaborativ: Leserunden, Buchclubs, Autorenkollektive, gemeinsame Lesungsreihen, regionale Mini-Buchmessen, Buchblogger-Netzwerke – solche Formate zeigen, dass Gemeinschaft auch für Buchmarketing wirksam sein kann. Besonders für eher introvertierte Autoren bietet dieser Ansatz Vorteile: Die Aufmerksamkeit verteilt sich auf mehrere Schultern, gemeinsame Auftritte reduzieren den Druck auf Einzelne, und unterschiedliche Stärken können sich ergänzen.

Für Autorinnen bedeutet das vor allem, Buchmarketing nicht als einsamen Kampf zu begreifen, sondern als Gelegenheit, sich mit Gleichgesinnten zu verbinden und gemeinsam etwas zu erreichen. Meistens auch noch mit sehr viel mehr Spaß als allein …

Zeitlosigkeit von Büchern für Marketing nutzen

In einer Welt flüchtiger digitaler Inhalte haben Bücher einen einzigartigen Vorteil: ihre Beständigkeit. Diese Zeitlosigkeit kann – vor allem im Selfpublishing – ein mächtiges Marketinginstrument sein.

Im individuellen Buchmarketing bedeutet dies, Geduld als Tugend zu begreifen. Statt hektischer Kampagnen mit kurzer Halbwertszeit können Autor:innen auf nachhaltige Präsenz setzen: dauerhafte Leseproben, zeitlose Hintergrundgeschichten, beständige Netzwerke und vor allem: Wiederholungen, Variationen, Routinen. Ja: Marketing lebt stark von Wiederholungen. Wichtig ist aber auch der Gedanke: Der richtige Mix macht den Unterschied. Nicht alle Marketingmaßnahmen sind für alle Autoren und jedes Buch geeignet.

Für Autorinnen bedeutet das auch: Wir können uns von dem Druck des „Jetzt oder nie“ befreien. Und uns erlauben, Marketing als langfristigen Beziehungsaufbau zu verstehen.

Buchmarketing jenseits der Genre-Grenzen

Zu oft beschränken sich Autor:innen beim Marketing auf die etablierten Pfade ihres Genres. Doch gerade genreübergreifendes Denken kann zu innovativen Ansätzen führen. Und die erfahren oft genug unerwartete Aufmerksamkeit … Meine Beispielliste ist voll mit solchen Aktionen, Kooperationen und „Zufällen“. Denn Querverbindungen und ständige Blicke „über den Tellerrand“ fördern nicht nur kreatives Marketing, sondern können auch neue Lesergruppen erschließen, die wir sonst nie erreicht hätten.

Für Autor:innen bedeutet dies, bewusst über den Tellerrand zu schauen und von Marketing-Ansätzen zu lernen, die auf den ersten Blick nichts mit dem eigenen Genre zu tun haben schienen.

Glaubwürdigkeit contra Perfektion

Traditionelles Marketing strebt nach Perfektion und makelloser Selbstdarstellung. Doch paradoxerweise schafft gerade das Teilen von Unvollkommenheit, Zweifeln und persönlichen Geschichten oft die tiefsten Verbindungen zu potenziellen Leser:innen.

Eine Sachbuchautorin berichtete, dass ihr Marketing erst dann wirklich in Schwung kam, als sie offen über ihre anfänglichen Zweifel am Thema sprach. Ein Romanautorat fand ihre treuesten Fans, als er die biografischen Elemente hinter seiner Fiktion teilte. Ein Ratgeber-Autor gewann an Glaubwürdigkeit, als er von eigenen Fehlschlägen erzählte. Diese Verletzlichkeit ist nicht mit Selbstzweifel zu verwechseln. Es geht vielmehr um eine authentische Präsenz, die das Menschliche über das Perfekte stellt und gerade dadurch Vertrauen schafft.

Für Autor:innen bedeutet dies, Marketing nicht als glänzende Fassade zu verstehen, sondern als Gelegenheit für echte menschliche Begegnung – mit allen Höhen und Tiefen, die dazugehören.

Buchmarketing ist Kulturarbeit

Wenn wir all diese Aspekte zusammen betrachten, ergibt sich ein umfassenderes Bild: Buchmarketing ist weit mehr als ein notwendiges Übel oder eine rein kommerzielle Aktivität. Es ist eher eine Art kultureller Praxis, gemeinschaftsbildend, psychologisch komplex, regional verankert und – potenziell – zeitlos.

In diesem Sinne ist „individuelles Buchmarketing“ nicht nur ein alternativer Ansatz, sondern eine Rückbesinnung auf den eigentlichen Zweck von Büchern: Menschen zusammenzubringen, Gespräche anzustoßen, Geschichten und Ideen in die Welt zu tragen. Genau das ist immer schon der Ansatz der Buchhebamme gewesen.

Fazit: Buchmarketing funktioniert am besten in der 1:1-Beratung

Ja, ich gebe zu: Ich habe eine Zeitlang davon geträumt, aus all meinem Fachwissen rund um das Buchmarketing einen Selbstlernkurs anzubieten. Den habe ich – in langwieriger Arbeit und mit Unterstützung einer tollen Onlinekurs-Expertin – sogar fertiggestellt. Und war dann doch nicht von dessen „echtem Nutzen“ überzeugt. Für meine Ansprüche war das Ergebnis noch lange nicht individuell genug. Individualität soll und muss aber die Grundlage meiner Arbeit bleiben!

Doch dieser Onlinekurs ist und bleibt eine wunderbare Ideensammlung – die ich immer weiter ergänze, mit all den überzeugenden Buchmarketing-Ideen, die mir ständig über den Weg laufen. Auf diese Weise ist ein riesiger Fundus an Tipps und Ideen entstanden.

Bitte individuell: das Beste aus drei Welten

1.
Die Individualität fußt auf meiner Coaching-Ausbildung. Bedeutet: Zuerst frage ich: Wo stehen Sie? Was wünschst du dir – für dich wie für dein Buch? Für dessen Zielgruppen? Und: Was können/wollen Sie sich zutrauen? Womit fühlst du dich wohl? Ebenfalls ein wichtiger Schritt Richtung Individualität ist die Unterteilung meines Beratungsangebots nach dem Status der Buchidee oder des fertigen Buches. Die allererste Frage lautet: Ist Ihr Buch schon publiziert? Dann gilt dieses Angebot. Oder ist Ihr Buch erst in Planung? Dann wählen Sie bitte dieses Angebot.

2.
Da ich mein Leben lang mit Texten gearbeitet und gut 75 Prozent meiner Arbeitszeit auch mit Verlagen oder für sie, besitze ich ein großes Basiswissen rund um die Verlags- und Buchwelt, Selfpublishing kam in den letzten zwölf Jahren mit allem, was die Buchhebamme tat und tut, noch dazu. Auf dieses Wissen kann ich nun bauen. Denn ich behalte es nicht nur im Blick, sondern sehe und verfolge auch alle Veränderungen. Und da tut sich einiges … Ich bleibe stets am Ball. Zu meinem „Basiswissen“ gehört aber natürlich auch, dass ich seit über zehn Jahren sehr nah an allen Sorgen, Wünschen und Bedürfnissen von Autor:innen bin … Klar: Ich bin selbst Autorin, aber das allein würde meiner Ansicht nach nicht genügen. Für viel wichtiger halte ich, dass ich als Lektorin immer wieder hautnah mit Menschen zusammenarbeite, die ein eigenes Buch schreiben (wollen). Was da alles geschieht, bildet ein weiteres, wichtiges Fundament für meine 1:1-Beratung.

3.
Und eine weitere Basis besteht aus all den Tipps und Ideen, die ich ursprünglich für den Selbstlernkurs gesammelt habe, in einer 1:1-Beratung jetzt aber viel zielgenauer an exakt die Menschen weitergeben kann, die jeweils nur einen Teil davon für das Marketing IHRES Buches brauchen. Marketing, das zu Mensch wie Buch passt. Also: Keine Kanonen auf die armen Spatzen richten, sondern genau das finden, womit sie sich am besten in die Lüfte des anfangs oft verhassten Buchmarketings erheben können. Ohne attackiert zu werden, an Überfütterung zu leiden oder sich zu verfliegen … Das ist das Ziel meiner Beratung. Und es funktioniert – wie etwa die erste Kundenstimme hier belegt.


 

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