„Nachhaltigkeit ist in aller Munde, doch wie kann man das auch im eigenen Bücherregal umsetzen?“ Das sind die Überlegungen von Sabrina K., die bei mojoreads eine eigene Community zu diesem Thema aufbaut. Ihre Überlegungen gehen weiter: „Literatur als Hobby ist zwar hervorragend für Herz & Hirn, aber durch den enormen Ressourcenverbrauch weniger gut für unsere Umwelt. Nicht nur für uns, sondern auch für unsere Community und nicht zuletzt für die Gesellschaft ist das ein wichtiges Thema.“ Sie schlägt in ihrem Artikel „Nachhaltigkeit im Bücherregal“ zehn Möglichkeiten vor, wie wir unserer Leidenschaft weiterhin nachgehen, aber dabei wesentlich schonender mit der Umwelt umgehen können. Wer weitere Ideen zu diesem Thema hat, kann jederzeit unter dem Artikel mit anderen mojoreads Mitgliedern diskutieren, sich austauschen, Anregungen geben etc. Denn genau dazu ist mojoreads ja (auch) da – diese Plattform nimmt das Wort „Community“ ganz ernst.

Zum Hintergrund des Problems eben NICHT vorhandener Nachhaltigkeit in der Buchbranche schreibt beispielsweise Karla Paul: „Leider werden jährlich abertausende Bücher vernichtet und eben nicht günstiger verkauft. Die Überproduktion der Branche ist ein großes Problem. Man kann sich das ein bisschen hochrechnen – jedes Jahr erscheinen circa 80.-100.000 Bücher neu auf dem Markt. Die haben eine unterschiedliche Auflage zwischen 2.000-20.000 oder noch mehr. Die wenigsten davon werden verkauft. Denn dann drucken die Verlage ja einfach nach. Sie versuchen natürlich die Fehlberechnungen möglichst gering zu halten, die Überproduktion an Neuerscheinungen stoppen sie aber trotzdem nicht.“

Was ist mojoreads?

Eine Plattform für Literatur, die Community, Shop und Lese-Software miteinander kombiniert. Das bedeutet, wir können uns dort:
(1.) über Literatur austauschen,
(2.) die Bücher direkt kaufen (egal ob analog oder digital) und
(3.) die Bücher auch gleich dort über einen eingebauten Reader lesen
(4.) als Nutzer:in an Buchempfehlungen mitverdiene

Warum braucht es das, heute?

Es geht um die Verteidigung unserer demokratischen Grundwerte, die ihrerseits einer aufgeklärten, kritischen Öffentlichkeit bedürfen – und das heißt nicht zuletzt einer unabhängigen Meinungsbildung, die sich dem Diktat der Ökonomisierung entzieht. Denn: Um Öffentlichkeit herzustellen, bedienen wir uns heute an Stelle von Printmedien in erster Linie digitaler Plattformen. Allerdings werden die gesellschaftlich relevanten Plattformen mit Ausnahme der Wikipedia von Konzernen wie Facebook, Google
(bzw. – nomen est omen – Alphabet) und nicht zuletzt durch Amazon betrieben. Der Zweck dieses Unternehmens ist, das volle Potenzial der Digitalisierung für das Lesen und Schreiben auszuschöpfen und in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen.
(All diese Sätze stammen aus der Selbstbeschreibung von mojoreads, ich habe sie nur ein wenig umgruppiert. Das Original steht hier.)