Ja, es gibt sie: Die Die Hotlist der unabhängigen Verlage – das ist ein Zusammenschluss verschiedener Verlage. Wichtigstes Kriterium: unabhängig müssen sie sein. Heute ist das Ganze ein Verein – und zwar ein höchst lebendiger. Da wird der geballten Marktmacht großer Ketten getrotzt und alljährlich ein Preis ausgeschrieben, eben die Hotlist. Dabei handelt es sich nicht um um einen Preis, sondern gleich um mehrere:

  1. Der Preis der Hotlist selbst. Er ist mit 5.000 Euro dotiert und soll eine beispielhafte unabhängige verlegerische Leistung honorieren. Preisträger ist der jeweilige Verlag, der frei über die Preissumme verfügen kann.
  2. Der Melusine-Huss-Preis: Dieser Preis wird 2019 zum 9. Mal vergeben und ist mit einem Druckgutschein in Höhe von 4. 000 Euro dotiert. Er ist nach der legendären Frankfurter Buchhändlerin Melusine Huss benannt und wird alljährlich durch Abstimmung unter Buchhändlerinnen und Buchhändlern an einen der auf der Hotlist vertretenen Verlage vergeben.
  3. Der Dörlemann ZuSatz: Anlässlich der 10. Hotlist stiftete die Firma Dörlemann Satz 2018 den Dörlemann ZuSatz. Ein von der Jury bestimmter Verlag der Hotlist erhält einen Gutschein über einen Satzauftrag (einschließlich E-Book-Erstellung nach Imprimatur) bis zu einem Wert von 1500 Euro.

Noch mal von vorn bitte: Hotlist, was ist das?!

Aus der Selbstbeschreibung: „Der Hotlistblog sichtet, schwärmt, birgt alte und neue Schätze und zeigt darauf: auf die vielen schönen, stillen, besonderen, kompromisslosen oder unbeachteten Publikationen der unabhängigen Verlage. Sprachrohr will er sein der Independents aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – den Garantieträgern von „Würze, Farbigkeit und Vielfältigkeit” in der deutschsprachigen Bücherlandschaft.“

Die Geschichte dieses Vereins geht so: „Initiiert durch den Blumenbar Verlag erfanden 20 Verlage aus Österreich, Deutschland und der Schweiz 2009 als spontane Aktion ganz einfach und ungeplant die Hotlist, und diese ‚dadaistische Geste‘ und ‚rotzfreche Chuzpe‘ gefiel nicht nur Denis Scheck sofort, der die Moderation der ersten Preisverleihung übernahm. Immer mehr Unterstützer sprangen der Idee einer Liste der besten Bücher aus unabhängigen Verlagen bei.  Durch diese Dynamik ist die Hotlist schließlich zu einem der wichtigsten Instrumente geworden, um das Potenzial dessen zu zeigen, was die unabhängigen Verlage für den Reichtum, die Qualität und den Erfolg der Buchkultur im deutschsprachigen Raum leisten. Sie wird im Frühjahr 2019 bereits zum elften Mal ausgeschrieben und ist zu einem der wichtigsten Instrumente geworden, um das zu zeigen, was die unabhängigen Verlage für den Reichtum, die Qualität und den Erfolg der Buchkultur im deutschsprachigen Raum leisten.“

Und wer ist jetzt für 2019 nominiert?

Um es kurz zu machen: Eine Menge spannender Bücher. Zum Teil sehr spannend, finde ich wenigstens. Die Liste der Nominierten ist eine echte Fundgrube für alle, die nicht immer und überall wieder auf die gleichen „Bestseller“ stoßen mögen. Die Nominierten stehen alle hier.

Wie geht es weiter?

Die Preisverleihung wird in diesem Jahr im Lesezelt auf der Agora der Frankfurter Buchmesse stattfinden, nämlich am Mittwoch, 16. Oktober, um 18:30 Uhr. An diesem Tag wird außerdem noch im Literaturhaus Frankfurt wie immer auf der Party der Independents gefeiert. Bei beiden Veranstaltungen sind alle herzlich willkommen!