Der Schweizer Buchpreis wurde 2008 vom Verein LiteraturBasel und dem Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband (SBVV) initiiert. Dotiert ist er mit 30.000 Schweizer Franken. Und dieses Jahr bekommt ihn eine gebürtige Deutsche – Sibylle Berg nämlich. Passt in jeder Hinsicht perfekt. Denn erstens wollen die Initiatoren dieses Preises zu einer öffentlichen Diskussion über Bücher von deutschsprachigen Schweizer Autorinnen und Autoren animieren, zweitens erfüllen sowohl Autorin wie Buch alle notwendigen Voraussetzungen. Das geht auch aus der Begründung der Jury hervor: Sibylle Berg ist das Kunststück gelungen, einen Roman zu schreiben, der formal Avantgarde ist und inhaltlich die Lesenden im Innersten packt. Mit sarkastischem Ingrimm begleitet sie vier Londoner Jugendliche aus kaputten Familien durch die Horrorszenarien einer deregulierten Gesellschaft und weiter in die Zukunft, in die Diktatur der künstlichen Intelligenz. Dem entfesselten Kapitalismus setzt die Autorin ihre entfesselte Fantasie entgegen. Eine kompromisslose Gesellschaftskritik in hochexplosiver Sprache, mit Spreng-Sätzen und bösem Witz.“ Wie fast immer bei Sibylle Berg, würde ich sagen …

Das ausgezeichnet Buch heißt GRM. Brainfuck und ist erschienen bei Kiepenheuer & Witsch. 71 Romane und Essays wurden für diesen Preis eingereicht – Glückwunsch an Sibylle Berg!